Sonne im Gefühl

Ich erinnere mich an dich, Gedanke. Hatte dich vor langer Zeit. Als Kind. Kann dich nicht in meinem Geist behalten. Muss mein Gefühl benutzen möchte ich dich ins Leben bringen. Das mache ich nicht wirklich gerne. Gefühle schweifen schnell ab, wenn sie in eine Richtung laufen, die mir nicht gefällt. Habe ich schon oft bemerkt. Sonne im Gefühl war als Kind. Heute ist es der Mond der meine Gefühle offenbart.

Ich bin eher der melancholische Typ und habe gerne traurige Gedanken. Keine schlimmen Gedanken, nur traurige. Sie geben mir das Gefühl anders zu sein und das gefällt mir, da ich völlig anders bin als alle anderen, die mir in meinem Leben begegnet sind. Ob im realen oder im virtuellen Leben. Vom spirituellen Leben brauchen ich nicht erst anzufangen. So anders lebt Spiritualität in mir. Den meisten Menschen zu direkt, zu abgefahren.

Ich liebe Initiationsrituale. Diese muss man sich selbst erschaffen, da die westliche Welt diese alle vernichtet hat. Spiritualität ist aber wichtig für uns Menschen, da sie uns der Natur nahe sein läßt und uns damit menschlich macht. Verstehen die meisten Menschen nicht mehr. Melancholie schlägt sich auch in der Musik nieder, die ich höre. Liebe ist melancholisch. Richtig schön wird sie erst durch etwas Leid, etwas Entfernung, etwas Sehnsucht. Kannst du das verstehen?

Sonne im Gefühl erleben zumeist nur die Kinder. Ihr Potenzial an Fantasie lässt sie Dinge erkennen, die ein erwachsener Mensch zumeist nicht mehr wahrnehmen kann. Da erwachsene Menschen dem Wort Realismus huldigen. Realismus ist das Tarnwort für Wahrheit. Nur was den Realismustest besteht trägt die Wahrheit in sich.

Alles weitere ist nur Humbug. Sagt wer? Genau die Menschen, die dem Volke den Realismus brachten, leben selbst in Geheimbünden, wie z. B. den Freimaurern. Was sollte oder könnte uns das sagen? Fantasie ist alles Abseits der Gesellschaftlichen Vorgaben. Wer hat das Bild der Gesellschaft geschaffen? Warum lebt genau dieses Bild das wir heute haben in unserer Gesellschaft? Es wird doch keiner zu dem Schluss kommen, dies wäre eine zufällige Entwicklung.

Dieser Gedanke wäre dann reine Fantasie und hätte nichts mit der Realität zu schaffen. Unser gelebtes Weltbild, das gar nicht zu uns und unserem eigenen Weltbild gehört, ist uns verordnet worden. Wir sind die nicht mehr homogene Masse, einer erkalteten Kindersonne.

Der Fantasie und somit der Spiritualität beraubt. Als Ersatz gab es die Realität der Gefühlslosigkeit. Wir haben es geschluckt. Wozu gibt es den Weihnachtsmann und den Osterhasen? Halloween und Geistergeschichten? Nicht um unsere Fantasie zu beflügeln. Um zu beweisen das es die Realität und die Fantasie gibt. Diese gilt es zu Unterscheiden.

Nichts darf real sein, dass der Fantasie entspricht. Man darf an einen Gott glauben. Glauben gleich Fantasie. Wissen um seine Existenz darf man nicht. Das wäre Realismus. Also die Wahrheit. Wie würden Menschen sich verhalten, wäre Gott eine Wahrheit in ihnen und nicht nur ein Glaube?

Diese für uns geschaffene Welt ist voller Lügen, Fallen, Schlechtigkeit, Ausbeutung und Kälte. Gottlosigkeit und einer pervertierten Spiritualität. Wenn man sie ganz real betrachtet, dann ist sie völlig ungeeignet, für das wahre Wesen des Menschen.

Photo from Julia Malushko