Then and now

Einst war ich ein Kind.

Fröhlich, die Welt erlebt.

Immer, wenn kein Erwachsener zugegen.

Erwachsene brachten immer Regeln, immer Vorschriften, immer Zeiten.

Alleine mit anderen Kindern war die Welt ein buntes Abenteuer. Voller Piraten, Indianer, Geister, Elfen und Zwergen.

Die Fantasie wurde Realität und die Realität zu einer Reise zu den Sternen.

Unterbrochen stets von einem Erwachsenen. Träume nicht, räume auf. Spiel nicht, mach deine Hausaufgaben. Es ist spät, geh ins Bett. Sein endlich still und setz dich irgendwo hin.

Benimm dich nicht so kindisch. Ich bin ein Kind, wie sollte ich mich benehmen? Erwachsen benehmen?

Iss anständig und nimm die Gabel. Dabei fühle ich so gerne. Flenne nicht, bist du ein Mädchen? Nein, ich bin eindeutig ein Junge, aber weshalb darf ich nicht weinen?

Frag nicht so dumm. Kann ein Kund anders fragen?

Hausarrest damit du lernen kannst dich anständig zu benehmen. Erzählt mir ein Zimmer die Weisheiten des Lebens? Wo ist der Sinn?

Nein, nicht jetzt, bin gerade beschäftigt, siehst du das nicht? Nein ich sehe es nicht. Und interessant es dich, wenn ich gerade beschäftigt bin?

Dann werde ich erwachsen. Habe selbst Kinder und erinnere mich in meinen Kindern. Genieße ihr Kind sein. Sehe ich mich doch selbst in ihnen, so dann und wann.

Trockne ihre Tränen und gebe ihnen die Liebe, die ich nie bekam. War nicht einfach. War manchmal ein Kampf. Der Kampf, Erziehung gegen Liebe geben. Habe ihn gewonnen.

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Mich befreit aus den Klauen, des Erwachsen sein um jeden Preis. Mich hingegeben dem Leben. Mich entfernt von muss und soll. Frieden gefunden in meinen Kindern. Glück gefunden in meinen Kindern. In ihrem Lachen, ihrem fröhlich sein, ihren ewig bunten Fragen.

Verstanden was wichtig für mich in meinem Leben. Meine Kindheit ohne die Erwachsenen. Meine Kinder mit ein wenig Erwachsenen. Liebe löst nicht einfach nur jedes Problem, heilt nicht nur alle Wunden. Liebe ist die einzige Kraft, die ein glückliches Leben schafft.

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Wir waren Kinder

Fröhlichkeit zieht durch mein Gemüt in tristen Tagen. Fröhlichkeit der lachenden Kinder. Damals als Kindheit noch mein Leben war. Schmerz auf der anderen Seite der Fröhlichkeit. Schmerz nicht das Kind gewesen zu sein das richtig. Richtig und angepasst. Schmerz, dass Individualität nicht gefragt in der Masse der Schafe. Sie wird, ich werde, abgelehnt. Meine Meinung ist wie Öl im Feuer unserer Zeit. Das Ja-Sagertum durchstreift alle Zeiten der Menschheit.

Kinderlachen dringt wieder mehr in meine Ohren in diesen panischen Zeiten. Hinter Masken dumpf und so gar nicht fröhlich. Erinnerungen an meine Kindheit weckt nur das Dumpfe in diesem Lachen. Schmerz ruft es hervor. Schmerz einer nicht fröhlichen Kindheit. Sehe traurige Kinderaugen, deren Unwissenheit sich in Traurigkeit ausdrückt. Würde sie gerne zum lachen bringen aber das Lachen bleibt mir im Halse stecken, wenn ich diese traurigen Augen betrachte.

Möchte ihnen Freude schenken aber weiß doch nicht wie. Eltern deren Augen ausweichen im wissen des belastenden Gewissen. Angst siegt über Vernunft und so bitter, Angst siegt über Liebe. So bitter, so entfremdend. So alleine, verlassen am Ufer des Lebens zu sitzen. Keinen Rat in der Mutlosigkeit, dem Leben, das so bitter, gegenüber. Tränen laufen über meine Wangen, diese Bitterkeit spürend.

Keine Sonne und kein Sommer kann diese Bitterkeit vergessen lassen. Immer gefüllt mit der Vorahnung der nächsten Pille der Geist des Menschen. Der Geist einer Zeit der Unmenschlichkeit. Man möchte nichts mehr hören, man möchte nichts mehr sehen und doch naht der Herbst mit großen Schritten. Schritte die donnern wie das Armageddon an den Ufern aller Leben. Köpfe ziehen sich ein und verharren in einer Position des Schmerzes.

Möchte das alles nicht mehr sehen. Möchte nicht mehr riechen diese Angst. Angst, die wieder durch die Gesellschaft streifen wird mit der nächsten, der X-ten, Ankündigung des Verderbens. Wie eine Pest greift sie um sich und erwischt jedes Wesen, das sich dieser Angst bewusst. Zeit für Heldentum. Zeit das sich der Held in jedem zu regen beginnt. Zeit den Gestank der Angst zu vertreiben durch das Fenster des Mutes.

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Sonne im Gefühl

Ich erinnere mich an dich, Gedanke. Hatte dich vor langer Zeit. Als Kind. Kann dich nicht in meinem Geist behalten. Muss mein Gefühl benutzen möchte ich dich ins Leben bringen. Das mache ich nicht wirklich gerne. Gefühle schweifen schnell ab, wenn sie in eine Richtung laufen, die mir nicht gefällt. Habe ich schon oft bemerkt. Sonne im Gefühl war als Kind. Heute ist es der Mond der meine Gefühle offenbart.

Ich bin eher der melancholische Typ und habe gerne traurige Gedanken. Keine schlimmen Gedanken, nur traurige. Sie geben mir das Gefühl anders zu sein und das gefällt mir, da ich völlig anders bin als alle anderen, die mir in meinem Leben begegnet sind. Ob im realen oder im virtuellen Leben. Vom spirituellen Leben brauchen ich nicht erst anzufangen. So anders lebt Spiritualität in mir. Den meisten Menschen zu direkt, zu abgefahren.

Ich liebe Initiationsrituale. Diese muss man sich selbst erschaffen, da die westliche Welt diese alle vernichtet hat. Spiritualität ist aber wichtig für uns Menschen, da sie uns der Natur nahe sein läßt und uns damit menschlich macht. Verstehen die meisten Menschen nicht mehr. Melancholie schlägt sich auch in der Musik nieder, die ich höre. Liebe ist melancholisch. Richtig schön wird sie erst durch etwas Leid, etwas Entfernung, etwas Sehnsucht. Kannst du das verstehen?

Sonne im Gefühl erleben zumeist nur die Kinder. Ihr Potenzial an Fantasie lässt sie Dinge erkennen, die ein erwachsener Mensch zumeist nicht mehr wahrnehmen kann. Da erwachsene Menschen dem Wort Realismus huldigen. Realismus ist das Tarnwort für Wahrheit. Nur was den Realismustest besteht trägt die Wahrheit in sich.

Alles weitere ist nur Humbug. Sagt wer? Genau die Menschen, die dem Volke den Realismus brachten, leben selbst in Geheimbünden, wie z. B. den Freimaurern. Was sollte oder könnte uns das sagen? Fantasie ist alles Abseits der Gesellschaftlichen Vorgaben. Wer hat das Bild der Gesellschaft geschaffen? Warum lebt genau dieses Bild das wir heute haben in unserer Gesellschaft? Es wird doch keiner zu dem Schluss kommen, dies wäre eine zufällige Entwicklung.

Dieser Gedanke wäre dann reine Fantasie und hätte nichts mit der Realität zu schaffen. Unser gelebtes Weltbild, das gar nicht zu uns und unserem eigenen Weltbild gehört, ist uns verordnet worden. Wir sind die nicht mehr homogene Masse, einer erkalteten Kindersonne.

Der Fantasie und somit der Spiritualität beraubt. Als Ersatz gab es die Realität der Gefühlslosigkeit. Wir haben es geschluckt. Wozu gibt es den Weihnachtsmann und den Osterhasen? Halloween und Geistergeschichten? Nicht um unsere Fantasie zu beflügeln. Um zu beweisen das es die Realität und die Fantasie gibt. Diese gilt es zu Unterscheiden.

Nichts darf real sein, dass der Fantasie entspricht. Man darf an einen Gott glauben. Glauben gleich Fantasie. Wissen um seine Existenz darf man nicht. Das wäre Realismus. Also die Wahrheit. Wie würden Menschen sich verhalten, wäre Gott eine Wahrheit in ihnen und nicht nur ein Glaube?

Diese für uns geschaffene Welt ist voller Lügen, Fallen, Schlechtigkeit, Ausbeutung und Kälte. Gottlosigkeit und einer pervertierten Spiritualität. Wenn man sie ganz real betrachtet, dann ist sie völlig ungeeignet, für das wahre Wesen des Menschen.

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