Sendepause

Please scroll down for the English version, thank you.

Meine lieben Mitmenschen. Für die nächsten 4 oder 5 Wochen wird hier auf meinem Blog nicht viel zu lesen sein, da ich mich aus meinem Dörfchen Richtung Großstadt aufmache. Ich wünsche euch eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit. Lasst euch von den Umständen da draußen nicht verrückt machen. Genießt das schönste Fest des Jahres mit euren Familien, Freunden, Verwandten. Lasst die Kinderherzen höher schlagen, denn sie haben es alle verdient.

Versuchen wir alle zusammen wieder die Liebe zu den Menschen zu tragen. Sie alleine kann uns alle heilen. Gebt unserem Schöpfer wieder euer Herz und bittet ihn darum, dass wir alle wieder bessere Zeiten entgegen gehen. Fangen wir alle wieder an Menschen zu sein. Menschen, die mit Güte, Liebe und Mitgefühl auf unsere Mitmenschen schauen. Fangen wir an, mit unseren Herzen und unseren Seelen zu leben. Wozu haben wir eine Seele, wenn wir sie in uns verkümmern lassen? Wozu haben wir ein Herz, das der Liebe fähig, wenn wir es zu einer vertrockneten Feige werden lassen?

Haben wir wirklich vergessen, wer wir sind? Haben wir wirklich vergessen, dass wir geliebt werden möchten und so gerne unsere Liebe teilen? Das denke ich nicht. Man will uns unsere Menschlichkeit nehmen und sie durch Hass und Angst ersetzen.Das dürfen wir nicht zulassen. Das sind wir nicht. Sie haben uns einen Gott vorgesetzt, der vom wahren Schöpfer und der Schöpfung ablenken soll. Sie haben einen Kriegsgott aus ihm gemacht. Sie haben sich seinen Namen genommen und ein Aushängeschild für ihre Grausamen Taten daraus gemacht.

Sie haben damit erreicht, dass die Spiritualität aus unseren Herzen und Seelen verschwindet. Das dürfen wir nicht mehr zulassen. Sie haben die Bibel zu ihrem Werkzeug umfunktioniert, aber diese Weihnacht haben wir alle die Chance das wieder rückgängig zu machen in uns. Wer keine Bibel mehr hat, besorge sich eine und am Weihnachtsabend liegt sie unter jeder Tanne und wird eine Geschichte daraus ins Leben bringen. Setzen wir alle ein Zeichen der Liebe damit.Der Liebe unter uns Menschen, der Liebe zum Schöpfer. Wir brauchen alle ein Zeichen des Zusammenhalt mehr den je. Und wie ich beobachten konnte und in vielen Blogs auch zu lesen bekam, die Menschen wenden sich wieder dem Schöpfer zu. Entdecken ihn neu.

Da er in uns lebt und immer wenn die Not an uns heran tritt, bemerke wir den Schöpfer alles Lebens in uns. Ohne dass wir daran gedacht hätten, den er war nie fort, wir haben uns nur von ihm abgewandt. Menschen brauchen Menschen und wie wir den Schöpfer brauchen, so braucht er auch uns. Denn wir sind alles eins. Ein Gebet am Tag und dies nicht nach Art der Kirche dürfte da sehr hilfreich sein.Sprechen wir durch ihn zu uns und zu unseren Mitmenschen. Besiegen wir die Angst und lassen die Liebe leben. Denn jeder Akt der Liebe verändert die Welt der Menschen hin zum Guten.

Damit erhöhen wir die Schwingung der Energie, was uns zugutekommt und denen, die uns Schaden wollen, ihren eigenen Schaden zurückbringt. Schöpfen wir wieder Hoffnung und lassen uns diese nicht mehr nehmen. Zeigen wir Stärke, Miteinander, Liebe und Vertrauen. In diesem Sinne uns allen das beste, das schönste, das liebevollste, das stärkste und das spirituellste Weihnachten aller Zeiten. Bis die Tage, Aris.

Ein kleines Weihnachtsgeschenk, das wir uns alle selbst machen könnten.

OK, wie wäre es, wenn wir alle die Bibel unter dem Weihnachtsbaum fotografieren und diese Bild auf unseren Blog veröffentlichen. Unter dem Motto und der Überschrift „Liebe wir kommen„. Wir veröffentlichen das alle am 27.12.2021 um 19 Uhr. Es wäre wirklich ein Zeichen das wir alle so dringend brauchen.

Ich bin dabei und du?

English version.

My dear fellow human beings. For the next 4 or 5 weeks there won’t be much to read on my blog as I’m heading out of my village towards the big city. I wish you a nice and peaceful Christmas season. Don’t let the circumstances out there drive you crazy. Enjoy the most beautiful festival of the year with your families, friends, relatives. Let the children’s hearts beat faster because they all deserve it.

Let’s all try together again to bear love for people. She alone can heal us all. Give your heart back to our Creator and ask him that we all go towards better times again. Let’s all start to be human again. People who look upon our fellow human beings with kindness, love, and compassion. Let’s start living with our hearts and souls. Why do we have a soul if we let it wither within us? What do we have a heart capable of love for if we let it grow into a withered fig?

Have we really forgotten who we are? Have we really forgotten that we want to be loved and that we love to share our love so much? I do not think so. People want to take our humanity away from us and replace it with hatred and fear. We must not allow that to happen. We are not. They have put a God in front of us who is supposed to distract from the true creator and creation. They made a god of war out of him. Furthermore, they have taken his name and made it a figurehead for their cruel deeds.

You have achieved that the spirituality disappears from our hearts and souls. We can no longer allow that to happen. They have turned the Bible into their tool, but this Christmas we all have the chance to undo that in us. If you don’t have a Bible anymore, get one and on Christmas Eve it lies under every fir tree and becomes a story out of it to Bring life. Let us all set a sign of love with it: the love among us humans, the love for the Creator. We all need a sign of solidarity more than ever. And as I was able to observe and read in many blogs, people are turning back to the Creator. Rediscover it.

Since he lives in us and whenever we are in need, we notice the creator of all life in us. Without us even thinking that he was never gone, we just turned away from him. People need people and just as we need the Creator, He needs us too. Because we are all one. A prayer during the day and not in the style of the Church should be very helpful. Let us speak through it to ourselves and to our fellow human beings. Let’s defeat fear and let love live. Because every act of love changes people’s world for the better.

With this we increase the vibration of the energy, which benefits us and brings back their own damage to those who want us to harm. Let us regain hope and let it no longer be taken away from us. Let us show strength, togetherness, love and trust. In this sense the best, the most beautiful, the most loving, the strongest and the most spiritual Christmas of all time for all of us. Until the days, Aris.

A little Christmas present that we could all give ourselves.

OK, how about we all take a picture of the Bible under the Christmas tree and post it on our blog. With the motto and the heading „Love we are coming„. We’ll all publish it on December 27th, 2021 at 7 p.m. It would really be a sign that we all need so badly.

I am there and you?

Es war einmal

Der Weise auf dem Lande

O Wald! o Schatten grüner Gänge!
Geliebte Flur voll Frühlings-Pracht!
Mich hat vom städtischen Gedränge
mein günstig Glück zu euch gebracht:
Wo ich, nach unruhvollen Stunden,
die Ruhe, die dem Weisen lacht,
im Schoose der Natur gefunden.
Ich fühle mich wie neugebohren
und fang erst nun zu leben an.
Seit, fern vom Trotze reicher Thoren,
ich hier in Freyheit athmen kann.
Es krieche, wer nach Ehre flieget!
Ich werde nie ein grosser Mann,
Weil ich mich knechtisch nicht geschmieget.


Es mögen andre höher trachten:
Sie mögen, hungrig nach Gewinn,
im Joche der Geschäfte schmachten,
da ich der Knechtschaft müde bin!
Sie drängen sich durch List und Gaben
an ihre Ruderbänke hin;
Dieweil sie Sclavenseelen haben.
Du glänzend Nichts! o Rauch der Ehre!
Dich kauf ich nicht mit wahrem Weh.
Mein Geist sey, nach der Weisheit Lehre,
so stille, wie die Sommersee:
So ruhig im Genuß der Freuden,
als dort, im perlenreichen Klee,
Die unschuldvollen Lämmer weiden!


O seht, wie über grüne Hügel
Der Tag, bekränzt mit Rosen, naht!
Ihn kühlen Zephyrs linde Flügel:
Vom Thau glänzt sein beblühmter Pfad.
Wie taumelt Flora durch die Triften!
Die Lerche steigt aus trunkner Saat
und singt in unbewölkten Lüften.
Dort, wo im Schatten schlanker Buchen,
die Quelle zwischen Bluhmen schwätzt;
Seh ich die Muse mich besuchen,
Und werde durch ihr Lied ergötzt.
Sie singt entzückt in güldne Saiten,
indeß, von Morgenthau benetzt,
die Haare flatternd sich verbreiten.


Noch süsser tönt um frische Rosen
Ihr angenehmes Hirtenrohr;
Und Amor kommt, ihr liebzukosen,
Und jeder Ton entzückt sein Ohr.
Auch er versucht, wies ihm gelinget:
Ein schwaches Murmeln quillt hervor,
das ungeübte Hand erzwinget.
Geht hin, die ihr nach Golde schnaubet!
Sucht Freude, die mein Herz verschmäht,
betrügt, verrathet, schindet, raubet,
und erndet, was die Witwe sät!
Damit, wann ihr in Gold und Seide
euch unter klugen Armen bläht, dumme Pöbel euch beneide.
Dem Reichthum, bleicher sorgen Kinde,
schleicht stets die bleiche Sorge nach:


Sie braust, wie ungestüme Winde,
durch euer innerstes Gemach.
Der sanfte Schlummer flieht Paläste,
Und schwebet um den kühlen Bach,
Und liebt das Lispeln junger Weste.
Mir gnüget ein zufriednes Herze
und was ich hab und haben muß,
und, kann es seyn, bey freyem Scherze,
Ein kluger Freund und reiner Kuß:
Dieß kleine Feld und jene Schafe,
wo, ohne stolzen Ueberfluß,
ich singe, scherze, küsse, schlafe.

Johann Peter Uz (1720 – 1796) Liebhaber geselliger Lyrik

Das Ganze ist nicht so einfach zu lesen und zu verstehen, beim ersten lesen. Allein die Wortwahl, der Schreibstil und die Ausdrucksweise. Auch fehlt wohl der Kontext und das Verständnis dieser Mittelalter Zeit.Niemand schreibt, redet oder denkt heute mehr so in der Jugend.

Was jedoch deutlich herausklingt ist die Abneigung ein Knecht des Geldes und Erfolges zu sein. Die Erkenntnis, dass Natur ist, was der Mensch wirklich braucht. Auch das Dolce Vita schwingt da mit. Und das im 18. Jahrhundert. Manches scheint doch schon damals nicht anders gewesen zu sein als heute.

Spiegel

Ich habe zwei Dinge mehr als offensichtlich vererbt bekommen, Von meinem Vater das Unstete, das viele Frauen haben möchten. Vom meiner Mutter die Beständigkeit, dass einen Partner für das ganze Leben. Beide haben genau so gelebt. Und ich trage beides in mir.

Betrachte ich mich im Spiegel, dann sehe ich meine Gedanken, die ich gerade in mir trage. Und ich sehe mich. Und ich war es, der die Wahl treffen musste. Eine Wahl für immer oder für den Augenblick. Schnell musste ich lernen, dass die Wahl für immer utopisch, wenn du die beiden Sachen in dir trägst.

Menschen haben ja ihre Entscheidungshilfen, die ihnen anerzogen werden. Ethik, also Moral, Ehre, Gewissen usw. Diese verursachen Magenschmerzen in uns so dann und wann. Irgendwann musste ich mir eine entscheidende Frage stellen, OK, es waren viele Fragen, aber im Endeffekt wollten sie alle das Gleiche wissen. Wer will ich sein?

Dazu musste ich alles vergessen, was ich gelernt, was ich erfahren. Alle Werte der Menschen beiseite schieben. Vor allem aber musste ich diese beiden „Stimmen“ in meinem Kopf abschalten. Der Spiegel war da die Hilfe überhaupt. Je länger und intensiver man sich im Spiegel betrachtet, um so mehr wird man und erkennt man sich selbst.

Das ist manchmal eine harte Nummer. Ich hatte so gar kein Gefühl dazu, das verwandelte sich aber je länger ich starrte in ein dümmliches Grinsen oder albernes Gelächter. Ich kam mir von mir selbst beobachtet vor. Ein wirklich nicht angenehmes Gefühl. Peinlich, albern und etwas verstörend. Ich war geneigt das sein zu lassen. Aber dieser Mensch bin ich nicht.

Also versucht die nächste Phase, wie immer die auch aussehen mag, zu erreichen. Diese Phase kam erst als mir der Gedanke kam, das Denken einzustellen. Also nur in den Spiegel starren und sonst nichts. Das ging noch so einigermaßen, aber was dann kam, damit hatte ich nicht gerechnet. Liegt wohl an der Erziehung die Männer erfahren. Zumal zu der Zeit als ich noch Kind war.

Gefühle einer ganz neuen Intensität geschuldet. Es hat fast vier Monate gedauert bis ich damit zurechtgekommen bin. Was nicht heißt, dass ich jeden Tag vor diesem Spiegel stand. Das hätte ich gar nicht ausgehalten. Nach diesen vier Monaten war jeder Blick in den Spiegel nur noch ein Blick in den Spiegel. Ich sah mich an und ich wusste, wenn ich da betrachtete. Mich. Mich, nicht mit einer Entscheidung meines Problems gegenüber, mich als gesamt Lösung betrachtete ich.

Denn ich bin kein Problem, ich bin meine Lösung. Ein Spiegel ist manchmal nur ein Spiegel, aber wirft man einen genaueren Blick, einen prüfenden Blick hinein, dann kann er zu einer Lösung werden. Mag der Weg auch noch so schmerzhaft dahin sein, so bleibt er doch ein Weg zum inneren Frieden mit sich selbst.