Open your eyes

Die Realität der Menschen, wie sieht diese aus? Gibt es überhaupt die eine Realität für alle? Es hat den Anschein. Leben doch alle in einer Gesellschaft. Aber Gesellschaft ist nicht gleich Gehirn des Menschen. Da jedes Gehirn die Welt etwas anders wahr nimmt. Vor allem aber hat jeder Mensch eine eigene Auffassung zu den Geschehnissen um sich herum. Ein völlig eigenes Weltbild. Zumeist trennen diese Weltbilder die Menschen. Zu unterschiedlich diese sind. Man kennt sich, man grüßt sich, aber ansonsten geht man sich aus dem Weg. Menschen sind sehr eigen, was den Umgang mit anderen Menschen angeht. Menschen sind misstrauisch. Sie schauen ganz genau, wer in das eigene Leben eintreten darf und wer nicht. Und damit ist nicht eine Beziehung gemeint. Da sind Menschen wesentlich leichtfertiger.

Menschen müssen zueinander passen. Passt es nicht und das ist wesentlich wahrscheinlicher, dann ist man höflich ablehnend oder einfach abweisend. Daraus entstehen mehrere Probleme. Alle Menschen beherbergen verinnerlichte Glaubenssätzen. Dieses liegt begründet in unserem unflexiblen Unterbewusstsein. Es ist ein starres und träges Konstrukt. Veränderungen mag es nicht sonderlich. Je weniger es auf Veränderung trainiert ist, desto unflexibler wird es. So leben Menschen, was ihnen gelehrt und was sie selbst erlernt haben. Darin finden sie ihre Sicherheit.

Welche Gefahren entstehen daraus? Treffen zwei inkompatible Parteien aufeinander, ist der Ärger vorprogrammiert. Keiner wird fähig sein, die Sicht des anderen anzunehmen. Das müssen keine Menschen sein, die hunderte von Kilometer entfernt leben. Es können Nachbarn sein oder sogar die eigene Familie. Wie können zwei Familienmitglieder, zwei völlig gegensätzliche Positionen einnehmen? Dermaßen gegensätzlich, dass es so eskalieren kann, dass die beiden nie wieder miteinander sprechen.

Stellen wir uns vor, wir haben zwei Autofans. Beide haben ihr ganzes Leben nur eine Automarke gefahren und auch deren Väter und deren Väter nur diese eine Marke. Mit der kennt man sich aus wie kein anderer. Welche Informationen findet man im Unterbewusstsein dieser Leute? Natürlich alle zu ihrer Automarke und wenn es hochkommt ein paar von einer anderen Automarke. Aber diese andere Automarke ist natürlich negativ besetzt, da es ja nur diese eine Automarke in deren Leben gibt. Wie sollte es möglich sein, einem der beiden die Automarke des anderen schmackhaft zu machen?

Das funktioniert nicht, da das Unterbewusstsein kein Argument findet, das eine Akzeptanz der andere Marke unterstützen würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die beiden streiten werden, dagegen liegt sehr hoch. Je nach Charakter, kann das dazu führen, dass die beiden zu Feinden auf Leb Zeit werden. Und das ist nur das Unterbewusstsein. Es gibt aber noch viel mehr Faktoren, warum man den Standpunkt eines Gegenübers nicht annehmen kann. Angst, Stolz, Neid, man kann den Menschen nicht leiden, der Narzissmus, der Freundeskreis, die Familie, der Chef, die fehlende Intelligenz, Wut, Hass, politische Einstellung, die Ehefrau, der Ehemann, die Verwandten usw. Das kann man endlos weiter ausführen.

Nun ist der Mensch ein Herdentier, das vergessen die Menschen, da sich alle für individuelle Wesen halten. Menschen stehen nicht gerne alleine mit ihrer Meinung. Das bereitet ihnen Unbehagen. Sie fühlen sie sich ungeschützt, beobachtet und abseits. Mögen Menschen gar nicht. Aber dieses Herdentier ist in unseren Gene verankert. Liegt in einem anderen Problem. Menschen sind angewiesen und daran gekoppelt sind Teilweise lebenswichtige Funktionen, wie Zuwendung, Liebe, Freundschaft, Vertrauen usw. Ohne diese gehen sie zugrunde. Daher vermeiden die allermeisten Menschen ein Außenseiter Dasein.

Das ertragen Menschen nicht auf Dauer. Lieber anpassen, auch wenn man weiß, dass es falsch ist. Das geht sogar so weit, dass Menschen sich lieber selbst schädigen, als nicht dazu zu gehören. Daher ist es leicht auf Gesellschaften Einfluss zu nehmen. Man hat die Mittel, man weiß wie es funktioniert und man hat keinerlei Skrupel es durchzuführen. Ein Aspekt, den man sich dabei zunutze macht, ist der Gruppenzwang. Das unbedingt dazu gehören wollen. Dafür wird sogar ganz offensichtlich die Wahrheit verleumdet. Wenn nur genug Menschen eine Überzeugung tragen, schließen sich viele dieser an, auch wenn sie selbst nicht diese Überzeugung vertreten. Man muss dazu gehören. Um jeden Preis.

Betrachtet man Gesellschaften aus der Vogelperspektive, erscheinen sie einem wie Ameisen, die ihren Dienst verrichten. Jeden Tag der gleiche Anblick. Wir sind ein Arbeitervolk. Bienenvolk, Ameisenvolk. Kein Unterschied. Hat sich, wer die Frage gestellt, warum dem so ist? Selbst der Sonntag ist weit gehend zu einem Arbeitstag verkommen. Auf diesem Planeten arbeiten die Menschen 365 Tage im Jahr. Es gibt auch nicht einen Tag an dem nicht gearbeitet wird. Das hinterfragt keiner. Das muss so sein. Aber ist das nicht nur so, weil wir es so leben? Man könnte auch anders leben. Aber das wirst du nicht in die Köpfe der Menschen bekommen. Da Menschen die nicht arbeiten ein faules Pack oder krank sind.

Ich muss immer lachen, wenn Radiosprecher vom kommenden Wochenende reden. Die wünschen ein schönes Wochenende. Das ist doch die totale Verarschung. Es wird sich damit auf eine Zeit bezogen, die es gar nicht mehr gibt. Ja, es gab Zeiten, da gab es tatsächlich ein arbeitsfreies Wochenende (Samstag + Sonntag). zumindest für den allergrößten Teil der Bevölkerung. Warum wünscht man sich dann eine schönes Wochenende? Das ist aber kein Aus versehen. Man suggeriert den Menschen damit, dass es noch etwas gibt, dass schon lange nicht mehr existiert. Und es funktioniert. Die Menschen wünschen sich noch ein schönes Wochenende. Oder Gott sei Dank es ist Freitag. Dabei arbeiten an den Wochenenden Millionen von Menschen.

Viele Dinge haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert, aber die Menschen leben in Gedanken, als hätten diese Veränderungen nicht stattgefunden. Da das Unterbewusstsein dieses Spiel der Lügen entweder nicht erkennt oder es alle Lügen ignoriert, um sich gut zu fühlen. Veränderungen, die sich nicht gut anfühlen, mag es überhaupt nicht. Da ist es dann sehr erfinderisch um dieses zu umgehen. Auf der Strecke bleibt da jedes Bewusstsein, welches nicht bewusst lebt. Und wie vielen Menschen leben wirklich bewusst? Wer lebt im Bewusstsein, dass man den Menschen zu einem Arbeitssklaven gemacht hat. Nichts weiter sind wir. Vom ersten Tag im Kindergarten, bis zum Ende des Arbeiterleben, das ja nun immer weiter nach hinten geschoben wird, ist alles darauf ausgerichtet, dass der Mensch arbeitet. Wie sollte man das anders, als mit Arbeitssklave bezeichnen.

Aber das ist nicht so. Der Mensch muss arbeiten. Mag sein. Aber muss der Mensch 365 Tage im Jahr arbeiten? Muss er für andere Menschen arbeiten, die dann fürstlich von deren Arbeit leben? 40 % der Lebensmittel in Deutschland wandern in den Mülleimer. 20 % der hergestellten Waren fliegen in den Müll, ohne dass sie jemals beim Verbraucher angekommen wären. Das verdanken wir der freien Marktwirtschaft. Das ist aber keine freie Marktwirtschaft. Das ist der Kapitalismus, der immer mehr Produktivität fordert. Aber wozu? Werfen wir doch schon genug Sachen direkt in den Müll? Vernichtet es doch Ressourcen die es gar nicht benötigt. Immer weniger Menschen, sollen immer mehr produzieren, allein um noch Gewinne machen zu können. Gewinne für ein paar Tausend Menschen. Für diese paar Tausend Menschen ruinieren wir den Planeten, ruinieren wir unser Gesundheit, ruinieren wir unser aller Leben als Arbeitssklaven.

Möchten wir das sehen oder möchten wir weiter Herdentier spielen? Die Antwort darauf liegt auf der Hand. Natürlich geht das Herden Dasein weiter. Nur wird die nächste Zeit eine völlig neue Form des Herden Daseins ins Leben der Menschen treten. Wie das genau aussieht, hängt davon ab, wie die Menschen mit dem derzeitigen Chaos umgehen werden. Lassen sie sich weiter wie die Schafe führen oder werden sie sich aus dem Herden Dasein befreien. Sah es vor kurzem noch nach der Herde aus, so entwickelt es sich nun in Richtung Freiheit. Viele haben keine Lust mehr auf völlig konfuse und unmoralische Vorgaben. Sie erkennen sich selbst immer intensiver. Erkennen ihren eignen Selbstwert und den möchten sie schützen. Das geht nicht, wenn man als Schaf in einer Herde herumläuft. Dazu braucht es Freiheit. Ja und diese Freiheit, die wird jetzt eingefordert.

2 Gedanken zu “Open your eyes

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