Then and now

Einst war ich ein Kind.

Fröhlich, die Welt erlebt.

Immer, wenn kein Erwachsener zugegen.

Erwachsene brachten immer Regeln, immer Vorschriften, immer Zeiten.

Alleine mit anderen Kindern war die Welt ein buntes Abenteuer. Voller Piraten, Indianer, Geister, Elfen und Zwergen.

Die Fantasie wurde Realität und die Realität zu einer Reise zu den Sternen.

Unterbrochen stets von einem Erwachsenen. Träume nicht, räume auf. Spiel nicht, mach deine Hausaufgaben. Es ist spät, geh ins Bett. Sein endlich still und setz dich irgendwo hin.

Benimm dich nicht so kindisch. Ich bin ein Kind, wie sollte ich mich benehmen? Erwachsen benehmen?

Iss anständig und nimm die Gabel. Dabei fühle ich so gerne. Flenne nicht, bist du ein Mädchen? Nein, ich bin eindeutig ein Junge, aber weshalb darf ich nicht weinen?

Frag nicht so dumm. Kann ein Kund anders fragen?

Hausarrest damit du lernen kannst dich anständig zu benehmen. Erzählt mir ein Zimmer die Weisheiten des Lebens? Wo ist der Sinn?

Nein, nicht jetzt, bin gerade beschäftigt, siehst du das nicht? Nein ich sehe es nicht. Und interessant es dich, wenn ich gerade beschäftigt bin?

Dann werde ich erwachsen. Habe selbst Kinder und erinnere mich in meinen Kindern. Genieße ihr Kind sein. Sehe ich mich doch selbst in ihnen, so dann und wann.

Trockne ihre Tränen und gebe ihnen die Liebe, die ich nie bekam. War nicht einfach. War manchmal ein Kampf. Der Kampf, Erziehung gegen Liebe geben. Habe ihn gewonnen.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Mich befreit aus den Klauen, des Erwachsen sein um jeden Preis. Mich hingegeben dem Leben. Mich entfernt von muss und soll. Frieden gefunden in meinen Kindern. Glück gefunden in meinen Kindern. In ihrem Lachen, ihrem fröhlich sein, ihren ewig bunten Fragen.

Verstanden was wichtig für mich in meinem Leben. Meine Kindheit ohne die Erwachsenen. Meine Kinder mit ein wenig Erwachsenen. Liebe löst nicht einfach nur jedes Problem, heilt nicht nur alle Wunden. Liebe ist die einzige Kraft, die ein glückliches Leben schafft.

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

3 Gedanken zu “Then and now

  1. Berührt mich, weil es mir ganz ähnlich ging.
    Im Spüren des Aufwachsens meiner Kinder kam meine Klarheit, was mit mir in der Kindheit passiert war. Und was ich auf keinen Fall weiter geben wollte.

    Es gelang nur teilweise. Nur langsam kamen die Erkenntnisse und das Vermögen, das Verstandene umzusetzen. Langsam… und manchmal scheint es so, als ob zu spät. Das heißt, auch sie haben einen beschwerlichen Weg als Erwachsene zu vergessen, was man tun sollte um geliebt zu werden, welche Regeln man leben sollte um es richtig zu machen usw.

    Gefällt 1 Person

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